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BrunnenGeister Konstanz Paradies 2021
BrunnenGeister Spruch
Ihr hond es sicher scho vernomme, Dem Scheunenbrand nur knapp entkomme, Sind halb vubrennt.
S´Gsicht stark enstellt, Als Brunnengeist zurück uf´d Welt. Dund schnurre, tanze und au Singe, Bis mir in Lienhardsbrunnen springe. Denn Aschermittwoch isches wieder vubei, Mir arme Seele wieder allei.
HO NARRO
HO NARRO
HO NARRO


Chronik
Wir schreiben das Jahr 1535, der Stadtteil Paradies, damals Eggenhus genannt, liegt außerhalb der Konstanzer Stadtmauern an der Schweizer Grenze. Zu dieser Zeit war das Paradies ausschließlich von Bauern und einfachen Fischern bewohnt.
Die Fasnacht um 1500 war ein von Zünften organisiertes Fest. Daher feierten auch die einfachen und armen Menschen, also auch die Paradieser Fischer und Bauern außerhalb der Stadtmauern zu dieser Jahreszeit.
Um diese Zeit stellten sich jedoch einige Bischöfe gegen die Fasnacht und nannten sie gottlos. Man begann allmählich die Feste zu verbieten.
Um weiterhin Fasnacht feiern zu können trafen sich einige Bauern und Fischer mit Frau und Kind zu dieser Zeit in einer Bauernscheune.
Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts wurden sie jedoch von Spießern und Grätigen verraten und in einen Hinterhalt geführt. Sie sperrten die Feiernden in ihrer Scheune ein und legten ein Feuer. Das Feuer verbreitete sich rasant und es gab keine Möglichkeit zu fliehen. Als die Scheune jedoch einstürzte konnten sich einige mit einem Sprung durch die Flammen nach draußen retten. Die alten Kleider fingen Feuer, aus Verzweiflung und mit Todesangst sprangen sie brennend in den Lienhardsbrunnen (auch bekannt als Kapellenbrunnen) gegenüber der St. Martins Kapelle.
Da jedoch um diese Jahreszeit kein Wasser im Brunnen ist, sprangen sie in die Tiefe des trockenen Brunnens und verschwanden. Ihre Leichen wurden bis heute nicht gefunden.


